Vorwort

Als Pfarrer und Dekan im ehemaligen evangelischen Kirchenkreis Hanau-Land habe ich versucht, durch Veröffentlichung kleinerer Aufsätze oder in Predigten historische Themen in die Arbeit auf den verschiedenen Ebenen einzubeziehen. Nach Eintritt in den Ruhestand wurde die Beschäftigung mit der Orts- und Regionalgeschichte als Kirchengeschichte und damit verbundener Politik- und Sozialgeschichte intensiviert. Das führte 2011 zunächst zu einer Monographie über die Entwicklung des Landschulwesens in der Grafschaft Hanau-Münzenberg in der frühen Neuzeit. Es folgte eine Biographie über Wirken und Wirkung des in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als reformiertem Pfarrer an der Marienkirche in Hanau und als Inspektor für die Grafschaft tätigen Friedrich Grimm, dem Urgroßvater der Brüder Grimm. Ziel war hierbei insbesondere, die religiösen Traditionen in der Familiengeschichte bis zu seinen Enkeln zu erheben. 2016 erschien dann die Biographie über den ebenfalls in reformierter Tradition, der Jugendbewegung und dem Widerstand im Dritten Reich stehenden Hanauer Propst Wilhelm Wibbeling (1891-1966).
Angestoßen durch das Reformationsjubiläum 2017 und nach Vorträgen über die Entwicklung der Reformationen in verschiedenen Gemeinden im Hanauer Land kam es zu dem Entschluss, eine Monographie über die Entwicklung der zwei Reformationen in den Landgemeinden der Ämter Büchertal und Windecken der Grafschaft Hanau-Münzenberg, die schon in der genannten Schulgeschichte untersucht wurden, zu erarbeiten. Dargestellt werden in dem hier nun vorgelegten Buch die Übergänge und Epochen einer zunächst eher lutherischen und dann konsequenter durchgeführten reformierten Reformation im sechzehnten Jahrhundert bis zur Gleichstellung der beiden Konfessionen 1642.
Danken möchte ich all denen, die durch ihre fachlichen Kenntnisse die Erarbeitung dieser Untersuchung befördert haben: insbesondere dem im vergangenen Oktober verstorbenen Professor Dr. Gerhard Menk, dem sachkundigen Kenner reformierter Theologie und Geschichte, der mich über fünfzehn Jahre bei der Erarbeitung meiner Bücher beraten hat, Professor Dr. Heinrich Richard Schmidt von der Universität Bern, dem profilierten Vertreter der Konfessionaliserungsforschung, dem Historiker Erhard Bus, Windecken, dem Theologen und Autor historischer Abhandlungen zur Region Peter Heckert, Maintal, Dr. Uta Löwenstein, Hessisches Staatsarchiv Marburg sowie Pfarrerin und Archivarin Heidrun Strippel.
Ein besonderer Dank gilt Arnim Heynitz, Bruchköbel, der die Aufgabe übernommen hat, das Manuskript fachmännisch zu korrigieren und daraus erwachsene sachlich weiterführende Hinweise zu geben. Darüber hinaus danke ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etlicher Archive und Bibliotheken, die bei den Recherchen fachkundig und zuvorkommend beraten und praktisch geholfen haben, so denen des Hessischen Staatsarchivs Marburg, des Landeskirchlichen Archivs in Kassel, des Stadtarchivs und der Landeskundlichen Abteilung der Stadtbibliothek Hanau, der Landeskirchlichen Bibliothek, des Landeskirchlichen Archiv in Hannover und der LeibnizBibliothek Hannover.

Ohne die verschiedenen vorne im Buch genannten Sponsoren, die mit einem Zuschuss geholfen haben, wäre der Druck des Buches nicht möglich gewesen. Ihnen sei vielmals gedankt!
Marburg, im Januar 2020
Peter Gbiorczyk